Es folgt der Inhaltsbereich:

Systematische Vorgehensweise

Das BAGSO-Konzept Im Alter IN FORM bietet Anregungen, wie die vorhandenen Angebotsstrukturen für ältere Menschen auf kommunaler Ebene im Hinblick auf gesundheitsförderliche Aspekte verbessert, ergänzt und sinnvoll vernetzt werden können. Angebotslücken können aufgedeckt und geschlossen werden, Synergien genutzt und Bedarfsveränderungen bei Älteren frühzeitig erkannt werden.

Fachliche Hintergründe

Die Initiatoren bzw. die Hauptverantwortlichen für einen Prozess zur Verbesserung der Angebote zur Förderung des Wohlbefindens und der Selbstständigkeit älterer Menschen sollten mit folgenden fachlichen Hintergrundinformationen vertraut sein, um alle Aktivitäten darauf systematisch aufzubauen. Wichtige fachliche Hintergründe sind:

  • die demografischen Entwicklungen und ihre Auswirkungen für die Seniorenarbeit auf kommunaler Ebene
  • die Einflussgrößen auf die Gesundheit sowie die Bedeutung der Gesundheitsförderung
  • die Gesundheitsziele „Gesund älter werden“
  • die Ziele von IN FORM
  • die Zusammenhänge zwischen gesunden Lebensstilen und der Gesundheit im Alter.

Verantwortliche in der Seniorenarbeit sollten mit wichtigen Erkenntnissen und Empfehlungen für eine nährstoffreiche Ernährung und ausreichende Bewegung und zur Förderung der sozialen Teilhabe älterer Menschen vertraut sein.

(Siehe Qualitätsbaustein 2)

Handlungsfelder

Bei der Verbesserung der Angebote zur Förderung des Wohlbefindens älterer Menschen kann in vier Handlungsfeldern auf kommunaler Ebene angesetzt werden. Dies sind:

  • eine gemeinsame Informations- und Öffentlichkeitsarbeit, um neue Zielgruppen zu erreichen
  • die Qualifizierung von Akteuren, um sie zu befähigen, Empfehlungen für mehr Bewegung und nährstoffreiche Ernährung in bestehende Angebote zu integrieren, und sie für neue Angebote fachlich und methodisch fit zu machen
  • die qualitative Weiterentwicklung bestehender Angebote im Sinne der Förderung des Wohlbefindens älterer Menschen und die Etablierung neuer bedarfsgerechter Maßnahmen
  • die Etablierung einer nachhaltigen Struktur für die Zusammenarbeit aller Träger, Verantwortlichen und Akteure

(Siehe Qualitätsbaustein 4)

Qualitätskriterien

Wertvolle Hilfe bei der Planung und Umsetzung von einzelnen Maßnahmen bieten die Qualitätskriterien für die Etablierung von gesundheitsförderlichen Angeboten für ältere Menschen in Verbindung mit den entsprechenden Leitfragen.

(Siehe Qualitätsbaustein 3)

Mit Hilfe leicht anwendbarer Instrumente für die Auswertung/Evaluierung des Prozesses zur Verbesserung von Angeboten können die Ergebnisse, Erfolgsschritte und erreichten Ziele gemessen und bewertet werden.

(Siehe Qualitätsbaustein 13)

Mit dem Wissen über die fachlichen Grundlagen und mit dem Fokus auf die vier zentralen Handlungsfelder ist die Planung und Umsetzung des BAGSO-Konzeptes Im Alter IN FORM anhand der folgenden sieben Schritte gut nachzuvollziehen:

1. Schritt:

Situationsanalyse

Daten und Fakten sowie Entwicklungstendenzen zur Situation älterer Menschen ermitteln.

Handlungsbedarf auswerten.

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Für einen Prozess zur Verbesserung der Förderung des Wohlbefindens älterer Menschen in der Kommune sollten wichtige Daten, Fakten und Gegebenheiten für die Seniorenarbeit bekannt sein. Daraus können wertvolle Erkenntnisse für zutreffende Entscheidungen gewonnen und Argumente abgeleitet werden. Die Situationsanalyse bildet den ersten Schritt, um Angebote bedarfsgerecht zu entwickeln.

Wichtige Aspekte für die Situationsanalyse sind:

  • Auswirkungen der demografischen Entwicklungen in der Kommune
  • Lebenssituationen älterer Menschen
  • besondere Bedürfnisse von bestimmten Zielgruppen älterer Menschen
  • Angebotsstruktur im Hinblick auf die vorhandenen Bedarfe
  • Träger und ihre Vielfalt an Angeboten und ggf. Kooperationen bzw. Netzwerke
  • Bewusstsein der Akteure für die Bedeutung der Gesundheitsförderung älterer Menschen
  • Bereitschaft der Akteure, die Seniorenarbeit zur Förderung des Wohlbefindens weiterzuentwickeln
  • Unterstützung der Politik und Verwaltung zur Verbesserung der Angebote für ältere Menschen zur Förderung des Wohlbefindens

(Siehe Qualitätsbaustein 4)

Auf der Basis einer gründlichen Situationsanalyse wird deutlich, welche Schritte des BAGSO-Konzeptes Im Alter IN FORM sinnvoll bzw. erforderlich sind:

  • Ist die Datenlage ausreichend oder sind ggf. weitere Datenrecherchen erforderlich?
  • Besteht ein Netzwerk von Trägern und eine Lenkungsgruppe oder muss sie gegründet werden? Auf welche Weise kann das bestehende Netzwerk, die bestehende Lenkungsgruppe zur Mitwirkung bei der Gesundheitsförderung motiviert werden, oder ist sie selbst der Initiator?
  • Sind Akteure bereits für die Gesundheitsförderung motiviert oder müssen sie sehr behutsam durch eine umfassende Informationsphase sensibilisiert und motiviert werden? Je nach Ausgangssituation kann die Lenkungsgruppe mögliche Vorgehensweisen gemäß Qualitätsbaustein 8 wählen.
  • Unterstützen Politik und Verwaltung bereits die Zielsetzungen bzw. wie kann ihre Unterstützung erreicht werden?
  • Wurden bei Zielgruppen älterer Menschen besonders dringende Bedarfe erkannt, die unverzügliches Handeln erfordern? In diesem Fall können zunächst für den festgestellten dringenden Bedarf die Träger angesprochen werden, die die fachliche Kompetenz und die Ressourcen haben, um ein entsprechendes Angebot zu etablieren. Dabei sollten die Qualitätskriterien gemäß Qualitätsbaustein 3 zugrunde gelegt werden.

Ergänzend oder danach können die Schritte 2-7 des BAGSO-Konzeptes Im Alter IN FORM umgesetzt werden:

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2. Schritt:

Steuerungsgruppe bilden

Etablierung einer Steuerungsgruppe zur Gestaltung eines partizipativen Prozesses.

Zielsetzungen und Vorgehensweise vereinbaren.

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Die Gründung einer Steuerungsgruppe ist je nach Ausgangssituation nicht erforderlich. Besteht bereits eine feste Kooperation zwischen den Trägern der Seniorenarbeit, z.B. als „Runder Tisch“ oder „Senioren-Netzwerk“, so kann dieser Kooperationsverbund in den Prozess zur Förderung des Wohlbefindens älterer Menschen in der Kommune eingebunden werden. Auch kann der Kooperationsverbund der Träger den Prozess ggf. unter Mitwirkung der zuständigen Fachkraft in der Verwaltung verantwortlich gestalten.

Wenn die Initiative zur Gründung einer Steuerungsgruppe nicht von dem bestehenden Netzwerk ausgeht, sollten zuvor alle Mitglieder im Netzwerk sehr umfangreich über die fachlichen Hintergründe, die Daten, Fakten und Ergebnisse der Situationsanalyse informiert werden. Sie sollten in vollem Umfang mit den Zusammenhängen und den Rahmenbedingungen vor Ort vertraut sein. Auch sollten alle Mitglieder dem geplanten Prozess und der inhaltlichen Ausrichtung zustimmen.

Der Ablauf der Sitzung der Lenkungsgruppe ist im Qualitätsbaustein 7 einfügen erläutert.

Struktur der Zusammenarbeit der Akteure und Handlungsschritte

Das BAGSO-Konzept setzt eine enge Zusammenarbeit voraus zwischen den Verantwortungsträgern, die z.B. als Lenkungsgruppe die Prozesse anstoßen und verantwortlich begleiten, und den Akteuren, die in den Prozess aktiv eingebunden sind. Das bedeutet, dass die Träger ihre hauptamtlichen und ehrenamtlichen Akteure über die Zielsetzungen informieren und sie motivieren, sich an den Veranstaltungen zu beteiligen.

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3. Schritt:

Informations- und
Öffentlichkeitsarbeit

Informations- und Öffentlichkeitsarbeit gemeinsam planen und umsetzen.

Information der Träger und Akteure in der Seniorenarbeit und im Gesundheitsbereich.

Information der Zielgruppen der älteren Menschen.

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Die Informations- und Öffentlichkeitsarbeit als dritter Schritt des BAGSO-Konzeptes Im Alter IN FORM sollte

  • in erster Linie bei allen Bürgerinnen und Bürgern der Kommune das Bewusstsein für die Bedeutung der Förderung der Gesundheit im Alter stärken und auch zu einem positiven Altersbild beitragen (negative oder einseitige Altersbilder können den Prozess zur Verbesserung der Gesundheitsförderung hemmend beeinflussen)
  • aber auch alle Träger und alle Akteure in der Seniorenarbeit und im Gesundheitsbereich über die Initiative informieren und sie motivieren, die Initiative zu unterstützen.

Um diese Ziele zu erreichen, können verschiedene Maßnahmen und Kommunikationswege genutzt werden, die im Qualitätsbaustein 8 erläutert werden.

Darüber hinaus ist eine gut vorbereitete Informations- und Öffentlichkeitsarbeit besonders wichtig, um gezielt spezielle Gruppen von älteren Menschen auf bestehende oder auch neue Angebote aufmerksam zu machen und sie zur Teilnahme zu motivieren (siehe Qualitätsbaustein 5 sowie Qualitätsbaustein 8).

Ziele der Informations- und Öffentlichkeitsarbeit sind Information und Motivation

  • sowohl von Akteuren, um sie für die Mitgestaltung des Prozesses zur Förderung des Wohlbefindens zu gewinnen,
  • als auch von älteren Menschen, um sie zur Teilnahme an bestehenden oder neuen Angeboten zu ermutigen.

Als Instrumente können dazu beispielsweise genutzt werden:

  • Artikel in der Tageszeitung oder im Bürgerblatt
  • Beiträge im Lokalradio
  • Flyer, schriftliche Einladungen oder Plakate, die über verschiedene Kontaktpunkte wie Bürgerhaus, Kirche, Sportverein, Bäckereien, Apotheken und bei Veranstaltungen von Trägern und Dienstleistern verteilt werden können
  • direkte Ansprache über persönliche Einladungen oder persönliche Ansprache durch Kontaktpersonen
  • Informationsstände auf dem Markt
  • Einladungen zu Veranstaltungen.

Detaillierte Hinweise zu wichtigen Aspekten und zur Vorgehensweise bei der Informations- und Öffentlichkeitsarbeit sind im Qualitätsbaustein 8 beschrieben.

Eine gemeinsame und gut koordinierte Informations- und Öffentlichkeitsarbeit ist wesentlich, um möglichst viele Akteure für die Mitwirkung im Prozess der Gesundheitsförderung zu mobilisieren und damit mehr ältere Menschen zu erreichen und speziellen Zielgruppen die für sie passenden Angebote bekannt zu machen.

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4. Schritt:

Arbeitstagung oder
Werkstattveranstaltung

Stärken und Schwächen analysieren.

Konzepte vorhandener Angebote und Maßnahmen zur Gesundheitsförderung für ältere Menschen weiterentwickeln.

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Mit einer Arbeitstagung (auch Werkstattveranstaltung genannt) geht es an die konkrete Erarbeitung eines Konzeptes für die Verbesserung der Angebotspalette zur Förderung des Wohlbefindens älterer Menschen.

Sofern eine Informations- und Motivationstagung nicht erforderlich war, sollten in der Werkstattveranstaltung einführend die grundlegenden Fachinformationen und Erkenntnisse aus der Situationsanalyse erläutert werden.

Im Mittelpunkt der Werkstattveranstaltung stehen zunächst das gegenseitige Kennenlernen aller Träger und Angebote sowie die Betrachtung der Stärken und Schwächen der Angebotspalette. Daraus werden zum Abschluss wichtige Erkenntnisse für Verbesserungsansätze abgeleitet.

Die Arbeitstagung ermöglicht den Akteuren einen intensiven Informations- und Erfahrungsaustausch, der ihnen bereits viele neue Einblicke in die vorhandenen Angebote in der Seniorenarbeit bietet. Die Akteure entwickeln in den Diskussionen bereits Ideen, was sie auch in ihrem Aufgabenbereich umsetzen können, oder vereinbaren Kooperationen.

Was bei der Planung und Durchführung von Arbeitstagungen zu berücksichtigen ist und wie man inhaltlich und methodisch vorgehen kann, wird im Qualitätsbaustein 10 erläutert.

Zur Vorbereitung der Werkstattveranstaltung und der begleitenden Öffentlichkeitsarbeit dienen Mustervorlagen für Einladungsschreiben und Pressemitteilungen sowie ein ausführliches Konzept. Alle benötigten Materialien stehen zum Download zur Verfügung. Siehe die Übersicht der Arbeitsmaterialien.

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5. Schritt:

Qualifizierung der Akteure

Schulung für Akteure zur Verbesserung der Gesundheitskompetenz.

Akteure für die Umsetzung von gesundheitsförderlichen Angeboten in der Seniorenarbeit qualifizieren.

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Eine wichtige Erkenntnis aus der ersten Werkstattveranstaltung ist oftmals, dass Akteure bereits im Rahmen ihrer Seniorenarbeit durch entsprechende Aktivitäten das Wohlbefinden älterer Menschen fördern können, beispielsweise durch Bewegungsübungen oder durch die Ergänzung des Speisenangebots um nährstoffreiche kleine Gerichte oder Verkostungen.

Das Interesse der Akteure an einer Weiterbildung entwickelt sich möglicherweise erst zu einem späteren Zeitpunkt. Nicht alle Akteure möchten offen bekennen, dass sie ein „Wissensdefizit“ haben. Die Befindlichkeiten bei Akteuren, wie sie auf Weiterbildungsangebote reagieren, sind sehr unterschiedlich. Eine sensible Vorgehensweise ist auch hier wichtig.

Im Rahmen von Schulungen, durch Seminare oder Workshops können Akteure ihre fachlichen Kompetenzen in den Bereichen gesunde Ernährung und Bewegung sowie Mund- und Zahngesundheit erweitern. Sie erhalten zudem Anregungen, durch welche Aktivitäten im Rahmen der Seniorenarbeit sie ältere Menschen zu mehr Bewegung und gesundem Essen mit nährstoffreichen Gerichten motivieren können. So können sie bereits einen kleinen Beitrag zur Förderung des Wohlbefindens und zur Sensibilisierung älterer Menschen für die Bedeutung gesunder Lebensweisen leisten.

Weiterbildungsangebote tragen auch zur Motivation ehrenamtlicher Akteure bei und bringen ihnen Wertschätzung entgegen. Verschiedene Bildungsträger bieten Weiterbildungen in den genannten Themenfeldern an. Durch Kooperationen der Träger können ggf. auch kostengünstige Kurse organisiert werden, z.B. mit Unterstützung des örtlichen Sportvereins, des Landessportbundes oder der VHS.

Aktuell können im Rahmen des BAGSO-Projektes „Im Alter IN FORM – Gesunde Ernährung, mehr Bewegung, aktive Teilhabe in Kommunen fördern“ bundesweit kostenlose Schulungsangebote genutzt werden. Siehe BAGSO-Schulungsangebot Im Alter IN FORM

Im Verlauf des Prozesses zur Verbesserung der Angebote für ältere Menschen kann bei einigen Akteuren auch der Bedarf nach einer umfassenderen Qualifizierung entstehen. In diesem Fall muss in der Lenkungsgruppe erörtert werden, wie diesen Akteuren eine Weiterqualifizierung ermöglicht werden kann.

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6. Schritt:

Arbeitstagung oder Werkstatt II

Erarbeitung von wünschenswerten Verbesserungen zur Gesundheitsförderung.

Prioritätenliste und Umsetzungspläne vereinbaren.

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Je nach Anzahl der beteiligten Akteure sowie zeitlichen Gegebenheiten und Planungen in den Kommunen können die Arbeitstagung oder Werkstatt I und II auch in einer  Tagesveranstaltung (max. 20 Teilnehmende) zusammen durchgeführt werden.

In der zweiten Arbeitstagung/Werkstattveranstaltung werden mit allen Teilnehmenden die wichtigsten Erkenntnisse aus der Stärken- und Schwächenanalyse diskutiert.

Zentrale Fragestellungen sind:

  • Welche Zielgruppen älterer Menschen partizipieren zu wenig an den vorhandenen Angeboten?
  • Welche Zielgruppen älterer Menschen erfordern unser besonderes Engagement?
  • Durch welche Maßnahmen können wir eine Förderung des Wohlbefindens bei den Zielgruppen erreichen?

Ausgehend von den Bedürfnissen der identifizierten Zielgruppen werden gemeinsam:

  • Ideen für Aktivitäten erarbeitet
  • eine Prioritätenliste der Ideen abgestimmt
  • die konkreten Ziele für die durchzuführenden Maßnahmen und neuen Angebote vereinbart
  • und anschließend die Ablaufpläne für die Umsetzung erarbeitet.

In dieser Phase ist es sinnvoll, nochmals die im Qualitätsbaustein 3 dargestellten Qualitätskriterien heranzuziehen, da sie wertvolle Hinweise für die Planung konkreter Maßnahmen geben.

Bei der anschließenden Umsetzung der Ablaufpläne durch „Projektgruppen“ sollten ebenfalls die Empfehlungen zur Qualitätssicherung berücksichtigt werden.

Das Konzept für die Planung und Durchführung der Arbeitstagung/Werkstatt II ist im Konzept für die Arbeitstagung/Werkstatt I enthalten.

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7. Schritt:

Auswertung der Ergebnisse
und Vorgehensweisen

Evaluierung des Prozesses und der Ergebnisse.

Vereinbarung künftiger Maßnahmen zur weiteren Verbesserung.

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Im letzten Schritt des BAGSO-Konzeptes Im Alter IN FORM  werden auf der Basis der Berichte und ausgewerteten Evaluationsbögen die Erfahrungen aus den verschiedenen Prozessschritten intensiv ausgewertet und die daraus gewonnenen Erkenntnisse dokumentiert.

Der partizipative Prozess ist positiv verlaufen, wenn bei den einzelnen Prozessschritten jeweils die wichtigen Ziele und geplanten Vereinbarungen erreicht wurden. Dies muss durch entsprechende Nachweise (Protokolle) und ausgewertete Evaluationsbögen überprüfbar sein.

Es empfiehlt sich, nach allen Veranstaltungen oder Maßnahmen in der Lenkungsgruppe eine kurze Überprüfung der erreichten Ziele vorzunehmen und die Erkenntnisse im Protokoll festzuhalten.

Für alle Veranstaltungen und Prozessschritte stehen in den jeweiligen Qualitätsbausteinen Muster für Bewertungsbögen zur Verfügung.

Die im Qualitätsbaustein 3 aufgezeigten Fragestellungen als Leitfaden für die Qualitätskriterien können von der Lenkungsgruppe als Kontrollfragen für die Bewertung der umgesetzten Maßnahmen genutzt werden.

Erst wenn alle Ziele des Handlungsfeldes I der Gesundheitsziele „Gesund Älter werden“ erreicht wurden, besteht kein akuter Handlungsbedarf mehr!

Das bedeutet, dass die Lenkungsgruppe mit dem BAGSO-Im Alter IN FORM-Konzept bei jedem Durchlauf den Zielen des Handlungsfeldes I ein Stück näherkommen sollte.

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Das BAGSO-Im Alter IN FORM-Konzept sieht vor, den Prozess zur Verbesserung der Angebote für ältere Menschen auf kommunaler Ebene schrittweise im Rahmen von drei Veranstaltungen durchzuführen. Für jede Veranstaltung wurde ein Konzept für die inhaltliche und methodische Vorgehensweise erarbeitet.

Die Konzepte und Ablaufplanungen

  • der Informations- und Motivationsveranstaltung (Prozessschritt 3)
  • der Werkstattveranstaltung zur Stärken- und Schwächenanalyse (Prozessschritt 4) und
  • der Werkstattveranstaltung zur Erarbeitung der Ideen, Ziele und Planungen zur Umsetzung der Maßnahmen
    (Prozessschritt 6)

wurden im Rahmen des Projektes Im Alter IN FORM vielfach erprobt. Sie wurden auf der Basis der Erkenntnisse und Erfahrungen aus Steuerungsgruppen und der verantwortlichen Moderatorin modifiziert, an die unterschiedlichen Bedarfe und Gegebenheiten angepasst und weiterentwickelt.

Je nach Zielsetzung und Angemessenheit für die teilnehmenden Zielgruppen können unterschiedliche Veranstaltungsformate zur Übersicht der Veranstaltungsformate zum Download gewählt werden. Entscheidend für die inhaltliche und methodische Planung sowie den Erfolg ist die Formulierung klarer Zielsetzungen und der gewünschten Ergebnisse der Veranstaltung.

Übersicht der Arbeitshilfen

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