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Aktuelles

Wettbewerb für Initiativen gegen Einsamkeit im Alter

Im Rahmen des Wettbewerbs „Einsam? Zweisam? Gemeinsam!“ sucht die BAGSO ab sofort Initiativen, die sich gegen Einsamkeit und für die gesellschaftliche Teilhabe älterer Menschen engagieren. Bewerbungen sind bis zum 7. Dezember 2018 möglich.

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Der Wegzug von Kindern und Verwandten, nachlassende Mobilität, der Tod des Partners oder der Partnerin – diese und weitere Umstände steigern das Risiko sozialer Isolation bei älteren Menschen. Sozialer Isolation entgegenzuwirken und bereits möglichst frühzeitig vorzubeugen, ist eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe. Ziel des Wettbewerbs ist es deshalb, Initiativen zu unterstützen und Ideen zu fördern, wie alle Älteren erreicht und ins gesellschaftliche Leben eingebunden werden können.

„Teilhabe ist ein entscheidender Schlüssel, um sozialer Isolation entgegenzuwirken“, sagt der BAGSO-Vorsitzende Franz Müntefering. „Aus der täglichen Arbeit wissen wir, wie viele und vielfältige Projekte und Initiativen es deutschlandweit gibt. Mit diesem Wettbewerb möchten wir sie sichtbar machen“.

Daher werden im Rahmen des Wettbewerbs, den die BAGSO gemeinsam mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) veranstaltet, innovative und überzeugende Beispiele ausgezeichnet, die Einsamkeit durchbrechen oder sozialer Isolation vorbeugen.

Eine unabhängige Jury vergibt Preise im Gesamtwert von 22.500 Euro. Darüber hinaus werden die besten Initiativen auf der Internetseite der BAGSO zur Nachahmung vorgestellt.

Informationen zum Wettbewerb, die ausführlichen Teilnahmebedingungen sowie das Bewerbungsformular finden Sie hier:

www.bagso.de/einsam-zweisam-gemeinsam

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IN FORM baut Brücken zum Tag der älteren Menschen 2018

Der 1. Oktober wird jedes Jahr weltweit als „Tag der älteren Menschen“ begangen. Der Welttag 2018 soll daran erinnern, dass die Menschenwürde unabhängig ist vom Lebensalter und der individuellen Leistungsfähigkeit.

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Die Würde älterer Menschen achten

Schwerpunkte des Welttags der älteren Menschen 2018 sind:

  • die Stärkung der Rechte für ältere Menschen,
  • die sichtbare Teilhabe älterer Menschen in der Gemeinschaft.

Auf den ersten Blick ist es vielleicht nicht ersichtlich, wie Deutschlands Initiative „IN FORM“ zur Verwirklichung der Rechte älterer Menschen beiträgt. Die Initiative IN FORM setzt sich für die Förderung der Gesundheit und des Wohlbefindens älterer Menschen ein. Ausgewogene Ernährung in Verbindung mit ausreichender Bewegung sind die besten Voraussetzungen für ein gesundes und selbstbestimmtes Leben im Alter.

Aus Sicht der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V. (BAGSO) zeigen die Maßnahmen im Rahmen von IN FORM – beispielsweise Mittagstische für ältere Menschen – wie es gelingen kann, älteren Menschen mit Mahlzeiten- und Bewegungsangeboten Brücken zu bauen für mehr soziale Teilhabe und ihnen Wege zu ebnen für ein selbstbestimmtes und würdiges Leben im Alter.

Welche Bedeutung diese Aspekte für ältere Menschen haben, hat die Soziologin und Gesundheitswissenschaftlerin Prof. Dr. Annelie Keil wie folgt beschrieben:

„Die Beeinträchtigung und der Verlust von Kontakt, Autonomie und Selbstbestimmung, von Zukunftsvorstellungen und Selbstwirksamkeit können die körperliche, seelische, geistige, soziale und spirituelle Entwicklung eines Menschen nicht nur nachhaltig beeinflussen, sondern geradezu aushebeln und in ihm das Gefühl völliger Hilflosigkeit und Selbstentwertung hinterlassen“.1

Welche Bedeutung die Ernährung für die Lebensqualität hat, ergibt sich aus den „vier Dimensionen der Ernährung“:

Die physiologische Ebene: Die wesentliche Bedeutungsebene von Essen und Trinken betrifft die materielle Existenz der Menschen, d.h. die Funktion der Ernährung für die normalen Lebensvorgänge in den Zellen, Geweben und Organen. Die Energie- und Nährstoffzufuhr gehören zu den essentiellen Lebensvorgängen, ohne sie sind Krankheiten oder der Tod die Folge.

Die emotionale Ebene: „Wir essen nicht nur mit dem Mund und Verdauen nicht nur mit dem Magen“, betont Prof. Dr. Keil. Mit der Nahrungsaufnahme sind seelische, geistige und soziale Wahrnehmungsprozesse verbunden. Sie stehen für Genuss, für Befriedigung, für Lust, für Fülle und für Liebe, d.h. für die emotionale Sicherheit und für das Selbstwertgefühl. In der Art und Weise, wie man das Essen zubereitet und wie es uns gereicht wird, erleben wir, was Liebe und Zuneigung ist. Mit einem Mangel an Nahrung verbinden wir einen Verlust an Liebe, Zuwendung und Selbstwertgefühl.

Die soziale Dimension: Leben ist immer auch ein Leben in der Gemeinschaft. Dies wird besonders offensichtlich bei der Nahrungsaufnahme von Säuglingen und bei Personen mit Einschränkungen, die Unterstützung beim Essen und Trinken benötigen. Mahlzeiten sind mit menschlicher Kooperation verknüpft, mit sozialer Organisation und Kommunikation. Wir lernen beim Essen etwas zu nehmen und zu teilen. In der sozialen Dimension von Essen und Trinken erfahren wir das Verhältnis von Integration und Ausgrenzung.

Der kulturelle Bedeutungsgehalt: Die Art und Weise des Essens, Ernährungssitten und Ernährungsbräuche spiegeln das gewachsene Wertesystem der Gemeinschaft wider. Dies zeigt sich besonders beim Hochzeitsmahl, Osterfrühstück oder auch bei Festlichkeiten mit regionalen Spezialitäten. In der Kultur des Essens erfahren wir uns als Menschen, die für sich und andere sorgen können.

Die Störung dieser vier Bedeutungsebenen von Essen ist demnach eine sehr tiefe Lebensstörung, die zu Krankheit, zu Rückzug oder zu Depression führen kann. Der Verlust einer dieser Ebenen des Essens und Trinkens bedeutet eine Einschränkung des Rechts auf Selbstbestimmung.

Ziele von IN FORM

Die Förderung einer gesunden Ernährung, die alle oben aufgezeigten Bedeutungsebenen der Ernährung einschließt, trägt wesentlich dazu bei, die Lebensqualität im Alter zu erhalten. Mit Blick auf den Tag der älteren Menschen wird deutlich, welche Verantwortung die Träger der Seniorenarbeit haben, allen älteren Menschen ein vollwertiges Essen in allen Dimensionen zu ermöglichen. Dies gilt auch für die Gemeinschaftsverpflegung. Alle Ebenen sollten in vollem Umfang erfüllt werden, damit die aufgezeigten Lebensstörungen verhindert werden. Dafür setzt sich die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V. mit dem Projekt „Im Alter IN FORM – gesunde Ernährung, mehr Bewegung und aktive Teilhabe in Kommunen fördern“ ein.
 


 

  1. Prof. Dr. Annelie Keil: Andere achten. Achtsamkeit – Tonart einer Herzensbildung von Anfang an. Gedanken zum Gottesdienst am Buß- und Bettag in der evangelischen Andreasgemeinde in Bremen, am 21.11.2007.
     
  2. Prof. Dr. Annelie Keil: Ernährungsarmut hat viele Gesichter. In: Pizza, Pommes und Probleme – Ernährungsarmut heute. Dokumentation 3. Bremer Forum Gesundheitlicher Verbraucherschutz, Bremen, 3. November 2003. Schriftenreihe Umweltbezogener Gesundheitsschutz, Band 18, S.12-20.
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Mit gesunder Lebensweise das Risiko Demenz reduzieren

Anlässlich des Weltalzheimertages hat das Kuratorium Deutsche Altershilfe im September 2018 eine Aufklärungskampagne zur Prävention demenzieller Erkrankungen gestartet.

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Ziel der Kampagne des Kuratoriums Deutsche Altershilfe (KDA) ist es, die Menschen darüber aufzuklären, dass sich durch eine Veränderung der individuellen Lebensweisen das Risiko einer Demenz beeinflussen lässt.

Dazu sind in den vergangenen zwei Jahren wegweisende Studienergebnisse veröffentlicht worden, die konkrete und wissenschaftsgestützte Empfehlungen hierzu ermöglichen – zum Beispiel in Bezug auf Ernährung in Verbindung mit körperlicher, geistiger und sozialer Aktivität.

Christian Heerdt, Projektleiter für die sogenannte „SaniMemorix-Kampagne Deutschland“, führte weiter aus: Auf Grund der Erkenntnisse der Expertenkommission der medizinischen Fachzeitschrift „The Lancet“ wirbt die Kampagne für folgende Verhaltensweisen:

  • Halten Sie Ihr Gehirn aktiv
  • Ernähren Sie sich gesund
  • Seien Sie sozial aktiv
  • Sitzen Sie nicht zu viel
  • Bewegen Sie sich regelmäßig
  • Seien Sie neugierig
  • Langfristige Beziehungen helfen
  • Essen Sie viel Obst, Gemüse und Nüsse
  • Genießen Sie Alkohol nur in Maßen
  • Bleiben Sie körperlich aktiv

Die Expertenkommission der medizinischen Fachzeitschrift „The Lancet“ geht davon aus, dass sich weltweit ein Drittel der Demenzerkrankungen durch eine Veränderung der individuellen Lebensweisen und –risiken vermeiden lassen.

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Website des KDA

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Mehr Lebensqualität im Alter

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) weitet ihr Engagement für mehr Lebensqualität im Alter aus. Unter dem Titel „Im Alter IN FORM – ausgewogene Ernährung, mehr Bewegung und aktive Teilnahme auf kommunaler Ebene fördern“ bietet die BAGSO Schulungen für Haupt- und Ehrenamtliche in der Seniorenarbeit an.

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Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) weitet ihr Engagement für mehr Lebensqualität im Alter aus. Unter dem Titel „Im Alter IN FORM – ausgewogene Ernährung, mehr Bewegung und aktive Teilnahme auf kommunaler Ebene fördern“ bietet die BAGSO Schulungen für Haupt- und Ehrenamtliche in der Seniorenarbeit an.

Damit sollen Angebote unterstützt werden, die älteren Menschen den Zugang zu einer ausgewogenen Ernährung, mehr Bewegung und aktiver Teilnahme ermöglichen. Verantwortlichen in Kommunen, die in ihrer Seniorenarbeit neue Angebote aufbauen und bestehende weiterentwickeln möchten, bietet „Im Alter IN FORM“ zudem eine begleitende fachliche Beratung.

Ziel des Projektes ist es, das Wohlbefinden im fortschreitenden Alter so gut wie möglich zu erhalten und damit die Lebensqualität zu verbessern. Einen neuen Schwerpunkt setzt „Im Alter IN FORM“ bei der Verpflegung in Gemeinschaftseinrichtungen. Wie beispielsweise in Pflegeinrichtungen eine ausgewogene Ernährung gewährleistet werden kann, ist Thema von Fachtagungen, die in ganz Deutschland angeboten werden.

„Im Alter IN FORM“ wird bis Mitte 2021 vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft gefördert. Kooperationspartner sind die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE), der Deutsche Turner-Bund e.V. (DTB) und die Deutsche Gesellschaft für AltersZahnmedizin e.V. (DGAZ). Das Projekt ist Teil von „IN FORM – Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung“.

Weitere Informationen zum Beratungs- und Schulungsangebot

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10 Regeln für eine gesunde Ernährung

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hat die „10 Regeln für vollwertiges Essen und Trinken“ auf der Basis aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse überarbeitet und einige Empfehlungen konkretisiert. Die neue Fassung der 10 Regeln mit ausführlichen Erläuterungen und praktischen Tipps ist nun auf der Internetseite der DGE verfügbar.

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Eine vollwertige Ernährung hält gesund, fördert die Leistungsfähigkeit und das Wohlbefinden. Besonders für ältere Menschen ist eine ausreichende und ausgewogene Nährstoffversorgung sehr wichtig. Mit den „10 Regeln für vollwertiges Essen und Trinken“ gibt die DGE alltagstaugliche Tipps zur gesunden Ernährung an die Hand. Sie lauten beispielsweise: Lebensmittelvielfalt genießen, Gemüse und Obst – nimm „5 am Tag“, Vollkorn wählen, gesundheitsfördernde Fette nutzen. Doch welche Empfehlungen verbergen sich hinter diesen Regeln genau? Die ausführliche Version der 10 Regeln der DGE erläutert die Empfehlungen zu einer gesundheitsfördernden Lebensmittelauswahl und wie sie praktisch umgesetzt werden können.

Empfohlen wird, sich abwechslungsreich zu ernähren. Dabei sollten pflanzliche Lebensmittel den größten Anteil ausmachen. Zu bevorzugen sind Gemüse, Obst und Vollkornprodukte. Hinzu kommen ausreichend Milchprodukte, Eier und Fisch, ergänzt durch wenig Fleisch. Statt tierischer Fette sollten pflanzliche Öle eingesetzt werden, wie Rapsöl und daraus hergestellte Streichfette. Zuckerhaltige Lebensmittel und salzreiche Produkte gilt es zu vermeiden. Ideale Flüssigkeitslieferanten sind Wasser, ungezuckerte Kräuter- und Früchtetees. Zuckergesüßte Getränke liefern unnötige Kalorien und kaum wichtige Nährstoffe.

Die DGE empfiehlt, Lebensmittel schonend zuzubereiten, um den natürlichen Geschmack und die Nährstoffe zu erhalten. Damit der Genuss nicht zu kurz kommt, sollte man sich Zeit beim Essen nehmen. Betont wird, dass eine vollwertige Ernährung und regelmäßige Bewegung zusammengehören. Körperliche Aktivität regt den Muskelaufbau an und hilft, das Gewicht zu regulieren.

In der ausführlichen Version der 10 Regeln der DGE werden neben den gesundheitsförderlichen Eigenschaften der verschiedenen Lebensmittelgruppen auch Aspekte der Nachhaltigkeit bei der Lebensmittelauswahl dargestellt. Hervorgehoben wird unter anderem, dass eine pflanzenbetonte Ernährungsweise die Umwelt und das Klima weniger belastet als die durchschnittlich übliche Ernährungsweise in Deutschland. Abgerundet wird das Informationsangebot durch nützliche Hinweise zu weiterführenden Quellen rund um die Themen Ernährung, Lebensmittelqualität und Gesundheit.

Die ausführliche Version der 10 Regeln für eine vollwertige Ernährung finden Sie auf der Website der DGE.

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Neuer Webauftritt für IN FORM

Die neu gestaltete Internetseite von „IN FORM“ ist an den Start gegangen. Auf www.in-form.de finden Sie detaillierte Informationen über die Aktivitäten von Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung: Fachbeiträge, Projekte, praktische Tipps und Materialien sowie Rezepte für eine ausgewogene Ernährung.

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Nutzerfreundlicher, übersichtlicher und individueller: Die neu gestaltete Internetseite von „IN FORM – Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung“ bietet neben allgemeinen Informationen rund um gesundes Essen und Trinken auch Rezepte für vollwertige Ernährung sowie detaillierte Berichte über die Initiative IN FORM und die geförderten Projekte.

Bisher wurden über 200 Projekte im Rahmen von IN FORM auf den Weg gebracht. Nun gilt es vor allem:

  • durch IN FORM geförderte Maßnahmen und Projekte dauerhaft zu etablieren,
  • gewonnene Erkenntnisse und Ergebnisse zu verbreiten und
  • den Austausch sowie die Vernetzung zwischen den Akteuren in den Projekten zu fördern.


IN FORM übernimmt also eine „Dialogfunktion“ rund um Fragen des gesunden Lebensstils für Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Das spiegelt sich in der Internetplattform der Initiative wider.

Die Website www.in-form.de richtet sich sowohl an Verbraucherinnen und Verbraucher als auch an Ernährungsprofis.

IN FORM – Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung wurde 2008 vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) initiiert und ist seitdem bundesweit mit Projektpartnern in allen Lebensbereichen aktiv. IN FORM verfolgt das Ziel, das Ernährungs- und Bewegungsverhalten in Deutschland bis zum Jahr 2020 nachhaltig zu verbessern. Neben Bund, Ländern und Kommunen sind alle Akteure aus dem gesellschaftlichen Raum gefragt, den Nationalen Aktionsplan IN FORM umzusetzen.

Mehr über IN FORM

Website www.in-form.de

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